Kastration beim Hund

Einen tiefen Einblick in das kontroverse Thema „Kastration beim Hund“ lieferte der Hundeexperte Alexander Probst bei einem Referat in der Buchhandlung Stangl & Taubald in Weiden in der Oberpfalz.

Zunächst beleuchtete Probst, der seit 20 Jahren selbst eine Hundeschule betreibt,  die Gesetzeslage. Nach dem Tierschutzgesetz gibt es enge Grenzen, die eine derartige Amputation rechtfertigt.

Nach Ansicht des Experten ist damit eine gesundheitliche Gefährdung des Hundes wie beispielsweise eine Krebserkrankung gemeint.
Die meist zur Verhaltensänderung durchgeführte Kastration bezeichnete Probst als rechtswidrig. Anhand zahlreicher Beispiele und Studien zeigte er die Nachteile des schwerwiegenden medizinischen Eingriffs auf. Neben dem erhöhten Krebsrisiko treten oftmals Fettleibigkeit, Schilddrüsenfehlfunktion und Harninkontinenz auf. Auch negative Veränderungen im Bandapparat sowie das so genannte Kastratenfell zählen zu den häufigsten  Nebenwirkungen bei einer Entfernung der Geschlechtsorgane beim Hund.
Probst riet zur sorgfältigen Abwägung aller Faktoren und zur Einhaltung der Gesetzeslage. Eine gewünschte Verhaltensänderung sei am besten durch eine konsequente Hundeerziehung zu erreichen. Kastration löse diese Probleme nicht, da der Hormonhaushalt in dieser Hinsicht eher kontraproduktiv beeinflusst wird. Gerade die Ursache für Aggressionsverhalten, bei dem oft zur Amputation geraten wird, ist sehr oft bei der falschen Hundeerziehung zu suchen.
In der anschließenden Diskussion wurde deutlich, dass der Respekt vor dem Geschöpf dem Hundehalter eine große Verantwortung auferlegt.

Der Hundeexperte empfahl das Buch
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