Unfall mit Hund

Eine dpa-Meldung schreckt auf: Laut einer Statistik des bayerischen Innenministeriums hat die Zahl der gemeldeten Hundebisse deutlich zugenommen.
Das deutet im ersten Augenblick auf riesige Probleme mit Hunden hin.

Kampfhunde nicht die Ursache

In Bayern wurden im Jahr 2014 533 Unfälle mit Hundebissen gemeldet. Schuld daran sind jedoch vermutlich nicht die gesteigerte Aggessivität von Hunden sondern die gewachsene Zahl von Hunden. Es ist also nicht der Rottweiler oder andere sogenannte Kampfhunde, die zu den vermehrten Beissattacken beigetragen haben.

Natürlich ist diese Nachricht sehr traurig. Vor allem deshalb, weil in den meisten Fällen der Unfall zu verhindern gewesen wäre. Schnell wird da der Ruf nach einem Pflicht-Hundeführerschein laut.

Einfache Regeln für den Umgang mit Hund

Es ginge so viel einfach, wenn der/die HundehalterIn ein paar Grundregeln beherrschen würde.

  1. Hunde dürfen nie alleine bzw. ohne Aufsicht eines Erwachsenen mit Kleinkindern spielen.
  2. Hunde brauchen ihre Ruhezone, ihren Rückzugsort.
  3. Ein gestresster Hund ist ein unberechenbarer Hund – auch für Erwachsene.

Man könnte diese Liste beliebig weiter führen. Wichtig ist es zu erkennen, dass ein Hund nie als Vernunftwesen, sondern immer als triebgesteuertes Tier zu sehen ist.

  • Ein Hund sieht in einem Kind kein schutzbedürftiges Wesen, sondern im schlimmsten Fall als einen Konkurrenten. Die stimmung zwischen Hund und Kind kann im schlimmsten Fall schnell „kippen“.
  • Ein in die enge getriebener Hund wird/muss sich wehren. Deshalb brauch ein Hund eine Ruhezone.
  • Ein unausgeglichener Hund neigt zur Angst. Angst kann sehr schnell in Agression umschlagen.

Kompetenter Rat aus dem Hundebuch und in der Hundeschule

Es gibt sehr kompetente Hundebuch-Ratgeber, die über dieses Thema eine Menge Anregungen geben. Und wie immer gilt, dass eine umfassene Information viel Leid ersparen kann.
Ein Wort zum Schluss: Hundeerziehung sollte heute eine Selbstverständlichkeit sein. Nachgewiesenermaßen passieren Unfälle mit erzogenen Hunden wesentlich seltener, als bei vermeintlich „glücklich“ aufgewachsenen Hunden.

Hundeführerschein in Niedersachsen

 

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